Pilze Wissen

Gepostet am Juni 07, 2015 von BELLA PHI TEAM | 0 Kommentare

HallimaschIm Sommer 2000 starben plötzlich viele Bäume in einem Wald in Oregon. Forscher der State Universität gingen in den Wald entdeckten daraufhin das wahrscheinlich größte und gleichzeitig  eines der ältesten Lebewesen auf diesem Planeten:  einen Hallimasch Pilz (Armillaria mellea), der eine Fläche besiedelt, so groß wie der Tegernsee (900 Hektar!).


Dieser Speisepilz ernährt sich von Holz und frisst schwache Bäume. Die Bäum in Oregon waren geschwächt und konnten diesem gewaltigem Lebewesen unter der Erde nichts mehr entgegensetzen. Pilze sind dagegen potentiell unsterblich!

Kooperation schafft den Wald

Myzelium von einem PilzNoch viel mehr als schaden, nutzen Pilze dem Wald! Ohne Pilze lässt sich ein Wald gar nicht denken. In einem Fichten-Buchen Mischwald, wie in unseren Breiten, gibt es keinen Baum, der nicht von einem Pilz miternährt wird. Das gleiche gilt für die Krautschicht des Waldes, wo die Pflanzen ebenfalls ausnahmslos mit Pilzsymbionten zusammenarbeiten. Die Pilze liefern Wasser und Nährstoffe (Eisen) und bekommen im Gegenzug Energie, d.h. Zucker. Das Myzel der Pilze durchsetzt den Boden und hat eine wesentlich größere Oberfläche als die Wurzeln der Bäume und Pflanzen. Pilze sind zudem Meister im Recycling und lehren uns, wie Nachhaltigkeit im Wald überhaupt erst möglich wird.

Grenzenlose Vielfalt mit Pilzen

Fungi VielfaltBis jetzt sind 100.000 Pilze bekannt aber Experten sind sich sicher, dass es 1,5 Millionen Pilzarten gibt. Doch es gibt nicht nur eine unglaublich Vielfalt verschiedener Pilze, auch die Inhaltsstoffe sind in jeder Pilzart verschieden. Durch den komplizierten und einzigartigen Stoffwechsel der Pilze riechen Pilze beispielsweise alle unterschiedlich. Manche Pilze riechen wie Marzipan, Schokolade, Melonen oder Kokosflocken. Schon unsere Vorfahren, während den Anfängen der Menschheit, haben sich die Vorteile der Pilze zunutze gemacht. Nicht nur als Nahrung, sondern auch als Werkzeug oder als Medikament bzw. Naturheilmittel.

Pilzextrakte: Ganzheitlich nachhaltig

Reishi Ganoderma Reischi PilzIn Asien wird die Heilkraft der Pilze beispielsweise schon seit langem verehrt. Nicht nur einzelne Wirkstoffe werden, wie in der westlichen Medizin isoliert, sondern die Gesamtheit der Stoffe in Form von Teegetränken aus dem Tee herausextrahiert. Die Wirkweise wird vielfach noch nicht verstanden, weil man die  Wirkmechanismen noch nicht nachvollziehen kann. Selbst die einzelnen Inhaltsstoffe sind vielfach noch nicht vollständig identifiziert. Dies ist auch der Grund warum weiterhin einige Mediziner im Westen der TCM, d.h. der traditionellen chinesischen Medizin mit Skepsis begegnen. Doch die verstärkte Forschung der vergangenen Jahre zeigt zunehmend das Potential und hilft zu verstehen, warum die Pilze schon seit tausenden Jahren Verwendung finden.

Prof. Thomas Efferth, Leiter der biologischen Pharmazie  der Universität Mainz, hat beispielsweise erfolgreich die immunologischen Eigenschaften des Reishi Pilzes (Ganoderma lucidum) genauer untersucht. Auch in dieser Studie wurden Pilzextrakte verwendet.

Auch Dr. Susanne Ehlers hat der Mykotherapie schon vor einigen Jahren in Deutschland zum Durchbruch verholfen. Immer mehr Menschen lernen mittlerweile die Vorteile der Pilze zu schätzen.

Im Folgenden der Link zum Podcast von Radio Wissen von Bayern 2: Wunderwerk Pilz! 

http://cdn-storage.br.de/iLCpbHJGNL9zu6i6NL97bmWH_-bG/_-QS/5Abd_2Nd/140925_0905_radioWissen_Wunderwerk-Pilz---Gift-Heilpflanze-und-Deli.mp3

 

 

Mycelium, Mykorhizza, Mykotherapie, Nachhaltig, Ökologie, Pilze, Pilzinfo, Reishi, Reishi Forschung, Reishi Wirkung, TCM, Tradition, Vitalpilze, Wissenschaft


Nächster

Vorheriger

Schreiben Sie einen Kommentar

Kommentare werden vor der Veröffentlichung genehmigt.